Über uns


Die heutige Realgemeinde Hammenstedt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von der politischen Gemeinde abgetrennt und ist ein Überrest der mittelalterlichen Flurverfassung. Diese besagte, dass alle mit einer Hofstätte und Grundeigentum im Dorfe eingesessenen Bauern zusammen mit den Gütern ein gemeinsames Nutzrecht an der gemeinen Mark (Allmende, Gemeinheit, Gerechtsame) haben. Aus dem Namen „Realgemeinde der siebenzig Reihestellen“ geht hervor, dass die Gemeinde aus ursprünglich 70 Anteilseignern bestand.
Seit 1971 ist die Realgemeinde Hammenstedt ein Realverband im Sinne des Gesetzes und damit eine Körperschaft öffentlichen Rechts zur Verwaltung gemeinschaftlichen Vermögens. Die Bewirtschaftung und Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums erfolgt intern nach einer Satzung und wird von einem frei gewählten Vorstand ausgeübt, der auch die Beteiligten nach außen hin vertritt. Unser derzeitiger Vorstand setzt sich zusammen aus:

1. Vorsitzender             Manfred Westphal
2. Vorsitzender             Jörg Köcher
Schriftführer                 Heinz-Werner Ropeter
stell. 2. Vorsitz.            Walter Sander
stell. Schriftführer         Mark Kamin
Beisitzer                      Uwe Schlemm
Rechnungsführer          Dietmar Wandt

Bedingt durch Veräußerungen untereinander, bzw. Rückkauf durch die Realgemeinde, verteilt sich der Grundbesitz mit 53 ha Wald, 8 ha Acker und Wiesen, sowie 10 ha Wasser und Ödland, auf z.Z. 45 Mitglieder mit insgesamt 50 Anteilen. Diese sind alle gleich groß und gleichwertig. Die Landwirtschaftlichen Flächen sind an ortsansässige Landwirte verpachtet. Während früher der jährliche Holzeinschlag von den Mitgliedern durchgeführt wurde, wird der Holzeinschlag im Nutzholz-Bereich heute an einen Unternehmer vergeben. Die notwendigen Durchforstungen und das Aufarbeiten von Kronen holz wird von Brennholz Selbstwerbern durchgeführt. Aufforstungen, sowie die Pflege der Kulturen wird überwiegend durch Eigenleistung (Hand und Spanndienst) der Mitglieder erbracht. In forstwirtschaftlichen Angelegenheiten wird die Realgemeinde durch das Niedersächsische Forstamt Reinhausen und der Revierförsterei Fachberg betreut.
Die Jagd der Realgemeinde ist zusammen mit der “Feldmark” durch die Jagdgenossenschaft an heimische Jäger verpachtet.

Ein besonderes Ereignis ist der „Hammenstedter Fischzug“.
Südwestlich des Ortes in Richtung Husum liegen mehrere Teiche, darunter der ein Hektar große Schützenteich und der sechs Morgen große Baalacker-Teich, die beide der Realgemeinde Hammenstedt gehören. Seit Generationen werden diese durch Karpfenzucht genutzt. Wie seit Urgroßvaters Zeiten, findet jedes Jahr im November das traditionelle Abfischen einer der beiden Teiche statt.
Alle fünf Jahre wird das Bestemann -Kleinod der Realgemeinde, mit Unterstützung durch den Schützenverein, ausgeschossen. Als Preis erhält der Bestemann 2,5 Rm Brennholz und eine Ehrenscheibe, die in einen würdigen Rahmen übergeben wird.
Für Erholungssuchende und Wanderer ist der Wald der Realgemeinde mit seinen unterschiedlichen Strukturen immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel. Das Naturschutzgebiet Husum ist hierbei besonders erwähnungswert.

Der Vorstand